02. Gemeinsame Auftragskoordination
Kommunikationskanal: Es gibt einen Matrix-Chat
Die Kollektive sind generell ermutigt, ihre Akquise von vornherein mit dem Gedanken an kollektivübergreifende Aufträge zu betreiben.
Kommunikation von neuen Leads
Kollektiv A befindet sich in einem frühen Schritt der Akquirierung irgendeines Leads, d.h. spätestens wenn über eine konkrete Zusammenarbeit gesprochen wird. Reines Networking (wie z.B. das Austauschen von Visitenkarten) muss nicht kommuniziert werden. In jedem Fall wird die Akquise kommuniziert (vor allen Dingen bei Ausschreibungen). Dies soll Konkurrenz zwischen den Kollektiven vorbeugen.
Dabei sollen nach Möglichkeit folgende Infos kommuniziert werden:
- Typ des Auftrags
- Kurze Beschreibung
- ggf. Name des:der Kunden:Kundin inkl. Referenzen (unter Beachtung des Datenschutzes, sonst nicht)
Daraufhin stellt Kollektiv A fest: Der Auftrag ist nicht alleine oder gar nicht für das Kollektiv machbar
In beiden Fällen kommuniziert das Kollektiv A zusätzlich den Bedarf offen im Chat, wobei folgende Infos kommuniziert werden:
- Welche Art der Unterstützung wird benötigt?
- Aufstockung des Teams (Personen aus anderen Kollektiven stoßen zum Team des Kollektiv A dazu)
- Projektabgabe (das Projekt soll komplett an ein anderes Kollektiv abgegeben werden)
- Mehrere Kollektive können Parallel an dem Projekt arbeiten (bspw. bei einem großen Projekt mit mehreren Unterprojekten)
- Anforderungen (z.B. Tech-Stack)
- Benötigte Sprachkenntnisse (es geht um gesprochene Sprachen)
- Deadlines/Zeitpläne
- Budget (falls bekannt)
- Benötigte Qualifikationen
Kollektive sollen drauf ebenfalls transparent für alle im Chat antworten. Falls nach drei Arbeitstagen keine Antwort kam, kann der Auftrag von Kollektiv A abgelehnt werden. Grundsätzlich sollen vor dieser Frist keine Aufträge abgelehnt werden, auch solche an denen Kollektiv A kein Interesse hat.
Koordination von potentiellen Aufträgen
Kollektiv A hat immer Priorität den Auftrag zu erhalten. Dies soll verhindern, dass Kollektive einen Nachteil durch das Kommunizieren der Aufträge haben.
Besteht bei anderen Kollektiven kein Interesse an dem Auftrag (z.B. die 3 Arbeitstage sind abgelaufen oder alle Kollektive im Chat haben abgesagt), wird dies der:dem Kundin:Kunden durch Kollektiv A mitgeteilt.
Besteht zu viel Interesse an dem Auftrag (mehr Kollektive wollen sich beteiligen als möglich ist) begeben sich die Kollektive bzw. Teammitglieder in einen freundlichen und konstruktiven Austausch auf der Grundlage folgender Kriterien:
- Welches Kollektiv benötigt den Auftrag mehr?
- Werden die Mitglieder des Kollektivs aktuell bezahlt?
- Wie viele Monate hat das Kollektiv schon keine oder nicht genügend Aufträge erhalten?
- Wie viele Monate kann das Kollektiv ohne Aufträge noch bestehen?
- Welches Kollektiv ist besser geeignet den Auftrag anzunehmen?
- Erfahrung mit dem Tech Stack
- Vorerfahrungen in ähnlichen Projekten (vom Umfang, Zeitplan und Budget her)
- Anzahl von Personen und Profilen, die für das Projekt zur Verfügung stehen
- Sprachkenntnisse in der benötigten Sprache im Projekt
- Vertrauen (basiert auf vorheriger Arbeitserfahrung)
- Stundensatz
Hat sich nach diesen Kriterien ein Team gefunden, wird wie folgt mit dem:der Kunden:Kundin kommunziert:
- Ist Kollektiv A teil des Teams, so übernimmt Kollektiv A die Aufgabe der:dem Kundin:Kunden alles Relevante (Haftung, Koordination etc.) zu erklären und hat führt in der Regel die Kommunikation mit dem:der Kunden:Kundin hauptsächlich
- Ist Kollektiv A nicht teil des Teams, so vermittelt es den Kontakt an das entstandene Team (oder das übenehmende Kollektiv), welches ab dann verantwortlich für die Kommunikation ist.